Autofahrer, die ein defektes Auto – wie einen Wagen mit Motorschaden oder einen Unfallwagen – in ihrer Garage stehen haben, sollten zeitnah an einen Verkauf denken. Die Preise für Gebrauchtwagen sind so hoch wie nie. Dementsprechend fällt auch der Verkaufserlös höher aus, der bei einem Verkauf erzielt werden kann. Will man sein defektes Auto verkaufen, dann sollte man dies jetzt tun. Das gilt insbesondere für Autos mit Motorschaden jüngeren Datums.
Gebrauchtwagenpreise auf Rekordniveau
Bereits in 2021 waren Gebrauchtwagen so teuer wie nie (adac.de): Von 2019 auf 2020 stiegen die Preise um fast 20 %, gefolgt von einem weiteren Anstieg von 7 % in 2021. Wurde für einen Gebrauchtwagen 2019 noch 12.470 Euro bezahlt, so verteuerte sich der Durchschnittspreis in 2020 auf satte 15.740 Euro.
Der Preissprung liegt vor allem daran, dass es durch Corona und andere Krisen zu Produktionsausfällen und damit zu Lieferengpässen bei Neuwagen gekommen ist. Des Weiteren leidet der Markt unter einer Knappheit bei Mikrochips, welche im zunehmenden Maße für die Produktion benötigt werden. Die daraus resultierenden Lieferschwierigkeiten bei Neuwagen lassen viele Autokäufer auf den Gebrauchtwagenmarkt umschwenken.
Folgeauswirkungen, die den Preisanstieg begünstigen
- Die Besitzumschreibungen sinken nicht im gleichen Maße wie die Neuzulassungen
- Stagnation von Neuzugängen neuerer Gebrauchtwagen durch Mietwagenfirmen
- Stagnation von Vorführwagen-Neuzugängen
- Stagnation von Vorführwagen-Tageszulassungen
- Stagnation von Leasingrückläufern
2022: Preise steigen weiter – europaweit
Der Anstieg auf Rekordpreise für 2022 – nicht nur in Deutschland, sondern europaweit – wird zu guter Letzt noch durch die extrem hohe Inflationsrate und den Ukrainekrieg begünstigt. Letzteres führt zum Beispiel dazu, dass Kabelbäume für die Produktion fehlen. Von 2021 nach 2022 stieg somit der Preis für einen Gebrauchtwagen um fast 30 % (n-tv.de).
Auch die Standzeit – also der Zeitraum, der vergeht, bevor ein gebrauchtes Auto den Besitzer wechselt – erfährt drastische Veränderungen: 2021 betrug diese 100,6 Tage, 2022 verkürzte sie sich um 30 % auf nur noch 72,5 Tage (n-tv.de).
E-Auto-Förderung als zusätzlicher Anreiz
Die Bezuschussung für E-Autos kann als Brandbeschleuniger gesehen werden für diejenigen, die ihr gebrauchtes oder defektes Auto verkaufen wollen: Ein Umschwenken auf ein E-Auto wird zwar noch mit bis zu 9.000 Euro bezuschusst, die bisherige Innovationsprämie läuft allerdings dieses Jahr aus. Ab 2023 gibt es dann nur noch den Umweltbonus.
Wer sein defektes Auto verkaufen oder seinen Gebrauchtwagen zu Geld machen will, für den lohnt es sich daher jetzt in doppelter Weise – und das Vorhaben sollte zügig angegangen werden. Denn der aktuell hohe Verkaufserlös kann hervorragend als Finanzierungsbaustein zusätzlich zur staatlichen Bezuschussung genutzt werden.
Privat verkaufen oder über einen Ankäufer?
Beim eigentlichen Verkauf setzen laut ADAC 42 % auf den Handel mit Privatpersonen. Die Vor- und Nachteile – verglichen mit dem Verkauf an spezialisierte Ankäufer wie kfzmitdefekt.de – werden in diesem Artikel ausführlich aufgelistet.



